AStA-Anträge abgeschmettert

Senat will keine bessere Bildung

27.07.2009 21:09 Uhr - (0 Kommentare)

Der AStA der Uni Münster und einige BildungsstreikaktivistInnen hatten gemeinsam einige Anträge für den Senat ausgearbeitet. Gefordert wurden dort eine Überarbeitung der Bachelor-Studiengänge, eine Workload-Reduzierung, die Abschaffung der Studiengebühren und der Anwesenheitskontrollen sowie ausreichend Masterstudienplätze. Der Senat lehnte alle Anträge ab, teils mit Kommentaren im Stil von "Stehlen Sie nicht unsere Zeit".

AStA-Anträge im Senat abgeschmettert - Senatsvorsitzender bestritt Zuständigkeit

Der Senat der Universität Münster hat am vergangenen Mittwoch alle fünf Anträge des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA) auf Verbesserung der Studienbedingungen der Studierenden der Universität Münster mit breiter Mehrheit abgelehnt. Bereits im Vorfeld der Antragsvorstellung bestritt der Senatsvorsitzenden Janbernd Oebbecke die Rechtmäßigkeit der Anträge. Der Senat sei für die Ausgestaltung der Studienbedingungen nicht zuständig.

Senat der Humboldt-Uni war Vorbild

"Was an der Humboldt-Universität Berlin gelang, scheint an der Universität Münster nicht möglich zu sein", kommentiert Jörg Rostek, Referent des AStA der Uni Münster, das Geschehen im Senat. "Wir sind auf den Senat zugegangen und dieser hat uns, auch wenn einzelne ProfessorInnen durchaus bereits sind uns zu helfen, eiskalt abserviert. Das der Senat sich für nicht zuständig erklärte, hilft weder den ProfessorInnen noch den Studierenden."

Anträge sind Kern des Bildungsstreiks

Die Anträge resultierten direkt aus den Forderungen der Bildungsstreik-Initiative Münster. Diese wurden in eine Resolution gegossen und in einer Vollversammlung aller Studierenden abgestimmt und einstimmig befürwortet. Die Anträge enthielten nicht nur den Vorschlag, die Umsetzung des Bologna-Prozesses an der Uni Münster zu hinterfragen und Fehler bei der Umsetzung zu beheben, sondern auch konkrete Vorschläge, wie dies geschehen könnte.

So drängte der AStA der Uni Münster in seinen Anträgen nicht nur darauf, den "Workload" der Studierenden zu reduzieren und durch eine angemessene Leistungspunktevergabe zu ersetzen, sondern auch Anwesenheitskontrollen in den Hörsälen abzuschaffen. Ebenfalls wies der AStA darauf hin, dass es wichtig sei, die Wahlmöglichkeiten der Studierenden bei der Auswahl des Veranstaltungsangebots zu erhöhen. Ebenso schlug der AStA vor, eine Arbeitsgruppe "Qualitative Studienreform" aufzubauen, welche sich paritätisch besetzt mit den Problemen der Studierenden analysiert, Organe und Gremien für Lehre und studentische Angelegenheiten schult und die Universität auf Veranstaltungen zu diesem Themenfeld vertritt.

AStA will weiterhin bessere Studienbedingungen

"Der AStA der Uni Münster wird weiter an der Verbesserung der Studienbedingungen arbeiten und seine Vorschläge aufrecht erhalten. Wir werden nicht zulassen, dass man uns von einem Gremium zum nächsten schickt und alle sagen, sie seien nicht zuständig. Als Studierendenvertretung sind wir uns bewusst, dass es unsere Aufgabe ist, solange auf die Korrektur des Bologna-Prozesses zu pochen, bis diese tatsächlich geschieht", so Jörg Rostek.

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Themen: Anträge, Bildungsstreik, Münster, Pressemitteilung, Senat, Studienbedingungen

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