Vollversammlung der Kath. Hochschule beschließt Beteiligung am Bildungsstreik
20.05.2009 20:37 Uhr - (0 Kommentare)
„Diese überwältigende Mehrheit zeigt, wie unzufrieden die
Studierenden mit den momentanen Bedingungen des Bildungssystems sind“,
so Hendrik Stratmann, Mitglied des Arbeitskreises Politik an der
Katholischen Hochschule.
Im Rahmen der Aktionswoche vom 15. bis 20. Juni 2009 sollen nicht nur
Veranstaltungen bestreikt und Demonstrationen durchgeführt werden,
sondern vor allem Alternativen zum selektiven Bildungssystem aufgezeigt
und Lösungsvorschläge zu drängenden Problemen im Bildungsbereich
erarbeitet werden. Dazu werden in Kooperation mit Dozierenden der
Hochschule und externen ReferentInnen Alternativveranstaltungen
angeboten. „Diese Veranstaltungen sollen Raum bieten für Diskussionen,
die ansonsten im Hochschulalltag häufig zu kurz kommen“, erläutert
Daniel Abeln, Politikreferent des AStA der KatHO.
Der bundesweite Bildungsstreik wird organisiert von einem Bündnis aus Studierenden,
SchülerInnen, Eltern und GewerkschaftsvertreterInnen. Ziel des
Bildungsstreiks ist es, eine Diskussion zur Zukunft des Bildungsystems
anzuregen. Desweiteren sollen Möglichkeiten einer fortschrittlichen und
emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitk aufgezeigt und
durchgesetzt werden.
Dem Einfluss der maßgeblichen politischen und
ökonomischen Interessen im Bildungsbereich werden folgende Alternativen
entgegengesetzt:
• selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und
Konkurrenzdruck,
• freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie
Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
• öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter
anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
• und Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen
Bildungseinrichtungen.
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