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Studierende und SchülerInnen wollen bleiben - Rektorat droht mit Ausübung des Hausrechts und Strafanzeige
Das Rektorat der Universität Münster hat den Studierenden und SchülerInnen, die sich momentan im Audimax befinden und ihn besetzen, damit gedroht, von seinem "Hausrecht" Gebrauch zu machen. Rektorin Nelles drohte mit Räumung und Strafanzeige. Als Grund gibt das Rektorat den morgigen "Hochschultag" an. An diesem Tag werden 20.000 Schülerinnen und Schüler die Uni Münster besuchen, um sich über die Studienmöglichkeiten zu informieren.
Studierende gründen Arbeitskreise
Die Studierenden, die für freie Bildung und Solidarität kämpfen, haben mittlerweile mehrere Arbeitskreise gebildet. Darunter sind Arbeitsgruppen, die sich mit mit der Mobilisierung weiterer SchülerInnen und Studierende beschäftigen. Andere machen Pressearbeit. Wieder andere arbeiten ein Programm für den morgigen Hochschultag (http://www.hochschultag-ms.de/) aus.
Studierende wollen Hochschultag bereichern
Die Aktiven wollen den Hochschultag mitgestalten. Sie haben dem Rektorat angeboten, kooperativ auf die Wünsche der HochschultagsorganisatorInnen einzugehen. Sie haben beschlossen, die Veranstaltungen, die ab 9.00 Uhr im Audimax stattfinden sollen, auch stattfinden zu lassen und nicht zu blockieren. Sie wünschen sich jedoch auch einen Redeanteil, also eine Modifizierung der Veranstaltungen, so dass sie an dem Hochschultag "ihrer Universität" mitwirken können. Sie wollen nach den Vorträgen jeweils einen 15-minütigen Redeanteil, um die Position der Studierenden darstellen zu können. Die Studierenden wollen die Veranstaltungen also bereichern und haben zugesagt, dass der Audimax, zur Eröffnung des Hochschultags "picco bello" sein werden.
Rektorin droht mit Ausübung des Hausrechts
Das Rektorat hat dieses Angebot bisher abgelehnt. Die Rektorin Nelles hat offen und nachdrücklich damit gedroht, ihr Hausrecht zu nutzen, wenn die Studierenden nicht um 6.00 Uhr morgens verschwunden seien. Die Prorektorin Ravenstein hat dieser Drohung Nachdruck verliehen. Es besteht also akute Räumungsgefahr ab 6.00 Uhr.
BesetzerInnen bitten Bürgerschaft um Solidarität
Die Studierenden rufen die Bürgerschaft Münsters auf, an der Abendgestaltung im Audimax teilzunehmen und durch ihren Besuch die Studierenden zu unterstützen, um eine Räumung zu verhindern.
AStA solidarisiert sich
Der AStA bekundet seine Solidarität und ruft die Studierenden auf, sich an der Besetzug zu beteiligen und die protestierenden Studierenden zu unterstützen. Die Ideen des Bildungsstreik zur Verbesserung der Situation an den Hochschulen und Schulen dürften nicht länger am Widerstand der Hochschul- und Schulleitungen scheitern. SchülerInnen und Studierende bräuchten gute Lernbedingungen und keine Räumungsdrohungen.
Weitere Informationen
Livestream der Studierenden im Audimax
http://www.ustream.tv/channel/muensterbrennt
Homepage der Studierenden
http://www.unsereunis.de/
Pressehandy-Telefonnummer: 01578-4455401



