Du befindest dich hier: SchülerInnen / Forderungen

Forderungen der SchülerInnen

 

1) Kleinere Klassen

Freie Fahrt für Bildung

Überfüllte Klassen mit oft mehr als 30 SchülerInnen ermöglichen keinen individuellen Unterricht und machen das Lernen zur Qual. Die Einstellung von zusätzlichen LehrerInnen soll die Klassengröße verringern, die LehrerInnen entlasten und den SchülerInnen ein persönlicheres Umfeld bieten.

2) Förderung des Miteinander (Schulpsychologen, individuelle Betreuung…)

Aufgrund zu großer Klassen, mangelnder pädagogischer Ausbildung und fehlender Zeit
können Probleme der SchülerInnen nicht von den LehrerInnen allein erkannt, geschweige denn gelöst werden. Deshalb fordern wir speziell ausgebildete SchulpsychologInnen und SozialpädagogInnen an jeder Schule.

3) Qualifiziertere LehrerInnen

Die Ausbildung der LehrerInnen ist zu theoretisch und braucht mehr praktische Pädagogik- und Didaktikanteile. Nur so wird man dem Schulalltag mit jungen Menschen gerecht.

4) Bessere Ausstattung der Schulen und kostenlose Lernmittel

Oft fehlt es am Nötigsten: Bücher, wenn überhaupt vorhanden, sind oft veraltet und kaputt; im Chemieunterricht können Experimente aufgrund fehlender Materialien nur theoretisch besprochen werden. Um ein effektives und interessantes Lernen zu ermöglichen, müssen also ausreichend aktuelle Lernmaterialien vorhanden sein.

5) Sanierung der Schulgebäude

Die Vernachlässigung der Bildung und ihrer Einrichtungen durch die Politik führt dazu, dass Gebäude nicht regelmäßig renoviert und ausgebessert werden. Weiterhin stehen trotz einer Verlängerung des Unterrichts in den Nachmittag hinein keine angemessenen Aufenthaltsräume zur Verfügung. Intakte und angenehm gestaltete Klassenräume sind jedoch die Voraussetzung für eine gesunde Arbeitsatmosphäre.

6) Korrektur von G8 (12jähriges Abitur)

Zu viel Lehrstoff in zu wenig Zeit überfordert die SchülerInnen und lässt keinen Raum für Freizeit. Die chaotische Umsetzung der Neuerungen, bei der selbst viele LehrerInnen nicht mehr durchblicken, ist ein Armutszeugnis für die Schulpolitik der Landesregierung. Wir fordern deshalb angemessene Lehrpläne und eine kritische Überarbeitung des G8-Modells im Hinblick auf das Wohl von uns SchülerInnen.

7) Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems und längeres gemeinsames Lernen

Das mehrgliedrige Schulsystem führt zu sozialen Ausgrenzungen und einem vorbestimmten Werdegang. Deshalb fordern wir, die Ergebnisse etlicher wissenschaftlicher Untersuchungen, welche die frühe Trennung der SchülerInnen nach der Grundschule kritisieren, endlich anzuerkennen. Längeres gemeinsames Lernen in kleineren Klassen und mit individueller Betreuung ist dringend notwendig, um SchülerInnen in ihren Stärken zu fordern und in ihren Schwächen zu fördern.

8) Abschaffung von Kopfnoten

Die Bewertung unserer sozialen Kompetenz in vier Notenstufen ist ungerecht und ungerechtfertigt, weil es dafür keine eindeutig festgelegten Vorgaben geben kann. Die LehrerInnen können uns mit ihrer ausschließlich subjektiven Einschätzung unsere Zukunftsperspektiven verbauen. Außerdem werden Kopfnoten oft als Druckmittel missbraucht.

9) Individuelle Leistungsbeurteilung

Zusätzlich zu dem bisherigen eindimensionalen Notensystem, in dem unsere schulischen Leistungen auf eine Zahl reduziert werden, fordern wir eine ausführliche Beurteilung, die das Ziel hat den Schüler zu motivieren.

10) Abschaffung von zentralen Prüfungen und übermäßigem Leistungsdruck

Die landesweiten Prüfungen setzen uns SchülerInnen zusätzlich unter Druck und verhindern ein stressfreies Lernen, ohne die erklärten positiven Effekte - wie Vergleichbarkeit - zu erreichen. Der Zwang hin zu einem unverantwortlichen Konkurrenzverhalten muss aufhören, wenn nicht das Miteinander darunter leiden soll.

11) Selbstbestimmtes Lernen

Unser Schulalltag wird von außen vorgegeben, ohne dass auf die Interessen und Wünsche der SchülerInnen in Bezug auf Lehrinhalte und Schulpolitik eingegangen wird. Es muss also stärker auf die Interessen der einzelnen SchülerInnen eingegangen werden - der Schulstoff sollte auf die Menschen zugeschnitten sein, und nicht andersherum.


12) Mehr Mitbestimmung für SchülerInnen

Wir sind für eine Wiedereinführung der Drittelparität, also gleiches Stimmrecht für SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen in der Schulkonferenz (bisher haben SchülerInnen und Eltern jeweils 25% der Stimmen, die Lehrer verfügen über die restlichen 50%; bei Uneinigkeit entscheidet der Schulleiter). Dies wäre ein erster Schritt hin zu einem demokratischen Bildungssystem.

13) Kritischere Bildung zur Meinungsfindung

Im Unterricht werden durch die LehrerInnen und Schulbücher häufig vorgefertigte Meinungen vermittelt. Wir wollen mehr unabhängige politische Aufklärung, kontroverse Diskussion und eine freie, kritische Meinungsbildung.


14) Die Schule bleibt unabhängig

Immer mehr Unternehmen werben an den Schulen durch Sponsoring von Wettbewerben wie z.B. Jugend forscht. Einige Stimmen fordern sogar kommerzielle Werbeflächen, um mehr Geld zu bekommen. Auch die Bundeswehr wirbt in der Schule mit teilweise schamloser Offenheit für den Militärdienst. Wirtschaftliche und militärische VertreterInnen haben jedoch an einer Schule nichts zu suchen, denn sie verhindern die freie und unabhängige Meinungsbildung.


15) Mehr Kritikmöglichkeit an LehrerInnen

Für LehrerInnen hat schlechter Unterricht kaum Konsequenzen und sie können SchülerInnen durch ihre Notengebung an offener Kritik hindern. LehrerInnen müssen Hilfestellung bei der Verbesserung ihres Unterrichts erhalten.



Dies alles erfordert,

dass mehr Zeit und Geld in unsere Bildung investiert wird. Es ist an der Zeit, sich aktiv für eine Verbesserung einzusetzen und den Verantwortlichen in der Politik die Wichtigkeit unserer Forderungen aufzuzeigen.
Denn wir Schülerinnen und Schüler sind die Zukunft!



Kommentar schreiben...

Termine

Regelmäßige Treffen
jeden Dienstag: Bildungsstreik-Plenum, 20 Uhr im AStA
Am 2.3. Inhaltsplenum im DGB-Haus


Schüler_innenplanungstreffen
Jeden Samstag um 14 Uhr im Club Courage (Friedensstraße 42)


Ak Programmplanung für Aktionswoche im April:
Freitag, 26.2., 16 Uhr im AStA


 

NRW-Vernetzungstreffen:
28. Februar, 13 Uhr in Dortmund


Inhaltliches Bildungsstreikplenum: Di, 2.3.2010 im DGB-Haus
Gemeinsam mit Schüler_innen, Studierenden und Interessierten


Bologna-Gipfel: 11.-14.3.2010 in Wien
Internationaler Alternativgipfel und Gegenproteste geplant.


 

"Wir zahlen nicht für eure Krise" 20.3.2010, Demo mit Bildungsstreiblock in Essen


Termine der Arbeitskreise
Findet ihr hier.

Newsletter

E-Mail:

FEUER!

unsereunis.de

unsereuni.at

bundesweiter Bildungsstreik

Bildungsstreik2009.de

social networking

SchuelerVZ   StudiVZ
 
YouTube Twitter