Aktionswoche

19.04.2010 - 23.04.2010

Es ist Frühling, also auch wieder Zeit zum Campen und für interessante Workshops und kreative Aktionen. Wir laden euch ein zum Bildungsstreik-Warm-Up in Form einer Aktionswoche in NRW.
Global Week of Action April 2009 - Plenum im Bildungscamp vorm Schloss


Dienstag, 20.04.10

Es ist wieder soweit, ein Bildungsstreikcamp wird errichtet. Hier könnt ihr euch über anstehende Aktionen, Inhalte und Möglichkeiten der Mitgestaltung im Bildungsstreik informieren. MitcamperInnen sind gern gesehen.

12:00 Uhr: Hopoly (an der Mensa am Aasee)
Der AStA der Uni Münster informiert euch auf spielerische Weise über Gremien der Hochschulpolitik, ihre Aufgaben und Möglichkeiten der Mitwirkung.

16:00 Uhr: Kreativ Workshop (im Camp)
Beim Transpi- und Bastel- Workshop ist euer künstlerisches Talent gefragt. Lasst eurer Kreativität freien Lauf und gestaltet euer eigenes Transpi, Bildungsstreik Windlichter oder anderes.

20:00 Uhr: Auftaktplenum (im S9)
Im Hörsaal S9 (im Schloss) oder bei gutem Wetter auch draußen im Camp wird berichtet was bisher beim Bildungsstreik gelaufen ist und was jetzt für den Bildungsstreik im Sommer geplant ist. AKs sollen vorgestellt werden und neue Leute gewonnen werden.


Mittwoch, 21.04.10

10:00 Uhr: Bologna Workshop (im Camp)
In einem Workshop erfahrt ihr alles, was ihr schon immer über den Bolognaprozess und die Auswirkungen auf das Studium wissen wolltet. Vorraussichtlich bis 14 Uhr.

12:00 Uhr: Hopoly (an der Mensa am Ring) 
Der AStA der Uni Münster informiert euch auf spielerische Weise über Gremien der Hochschulpolitik, ihre Aufgaben und Möglichkeiten der Mitwirkung.

14:00 Uhr: Bildungshürdenparcours (im Camp)
Von der KiTa zum Berufsleben könnt ihr die unterschiedlichsten Wege durch das Bildungssystem beschreiten. Aber Vorsicht, die Hindernisse habens in sich.

18:00 Uhr: Senat Planspiel
Was sind Aufgaben des Senats, wie gestaltet sich die Durchführung der Aufgaben und aus was für Personen setzt er sich zusammen? Das sind Fragen, die euch interessieren? Dann ist das Planspiel Senat genau das richtige für euch.

20:00 Uhr: Essen und Band (im Camp)
Nach einem langen Tag voller inhaltlicher und körperlicher Aktivitäten, könnt ihr euch noch beim gemeinsamen Abendessen entspannen. Wir bieten gegen Soli-Preise vegane Gerichte an.

Ausklingen wird der Abend dann in einer gemütlichen Runde.

Donnerstag, 22.04.10

Heute rufen viele Städte in NRW zu Aktionen auf, die BürgerInnen und PolitikerInnen darauf aufmerksam machen sollen, an welchen Stellen im Bildungssystem Handlungsbedarf besteht.

10:00 Uhr: Hopoly (am Juridicum)
Der AStA der Uni Münster informiert euch auf spielerische Weise über Gremien der Hochschulpolitik, ihre Aufgaben und Möglichkeiten der Mitwirkung.

12:00 Uhr: 1, 2 oder 3 (Mensa am Aasee)
Nach dem Vorbild der Fernsehsendung werden hier verschiedene Fragen zum Bildungssystem gestellt bei denen sich die MitspielerInnen für eine von drei Antwortmöglichkeiten entscheiden müssen.

14:00 Uhr: Vollversammlung der Studierendenschaft der Uni (im Hörsaal F1)
Im Rahmen dieses Aktionstages, veranstaltet der AStA der Uni Münster eine Vollversammlung.

16:00 Uhr: Fahrrademo (ab Domplatz)
Im Anschluss an die Vollversammlung soll eine Fahrradaktion stattfinden.

Abends soll dann in der Baracke in gemütlichem Beisammensein ein Austausch interessanter Literaturbeiträge statt finden. [UPDATE: Die Baracke steht leider nicht zur Verfügung, Treffpunkt ist trotzdem erstmal vor der Baracke, es wird dann ein schönes Plätzchen gesucht ;-))


Freitag, 23.04.10

10:00 Uhr: Bildungshürdenparcours fällt aus (schlechtes Wetter)

12:00 - 16:00 Uhr: Hopoly fällt aus (schlechtes Wetter)

16:00 Uhr: Flashmob - "Nie wieder Sommer - für eine coole Schule"
Schulministerin Barbara Sommer (CDU) ist Symbol für die verfehlte Schulpolitik der letzten Jahre. Packt Pudelmütze und Schlitten ein und „flasht“ die Fußgängerzone! Um Punkt 16 Uhr geht’s zwischen H&M und Arkaden los. Weitere Infos folgen.

18:00 Uhr: Datenschutz an der Uni (in der Baracke)
Workshop vom FoeBud.

20:00 Uhr: Soliparty (in der Baracke)
Um der Aktionswoche einen gebührenden Ausklang zu geben, findet eine Soli-Party statt. Hier könnt ihr dann die Woche revue passieren lassen, euch über Möglichkeiten der Mitwirkung austauschen und neue Kontakte knüpfen.


Kommentare

Kommentar von Wildschwein | 17.04.2010 17:46 Uhr

"Wir bieten gegen Soli-Preise vegane Gerichte an." Ja lecker, wer frisst denn so einen Schrott? Wenn's was vernünftiges gäbe, würde ich auch mal vorbei kommen, aber so lockt ihr außer den üblichen Leuten, denen eh nicht mehr zu helfen ist, niemanden an.

P.S.: Gibt's bei euch eigentlich jemanden, der Rechtschreibung, Grammatik und insbesondere Zeichensetzung beherrscht? Oder wart ihr in den letzten Jahren so sehr damit beschäftigt, mit euren lächerlichen und wirkungslosen Aktionen Geld zu verschwenden, das nicht einmal genügend Zeit dafür übrig war, die deutsche Sprache zu erlernen?

Kommentar von S. | 18.04.2010 18:36 Uhr

Dahinter steckt eine eigentlich ganz einleuchtende Logik:
1) Es sollen nach Möglichkeit alle Leute was essen können.. Veganer und Vegetarier essen z.B. kein Fleisch, Karnivoren aber durchaus auch Gemüse, insofern ist das eine Art Basis, die alle essen können ("können" im Kontext von Gewissensfragen). Wem es nicht schmeckt: Ganz in der Nähe vom Schloss befinden sich diverse Läden, aus denen man sich selber was mitbringen kann.
2) Essen kostet auch Geld, Fleisch mehr als Gemüse und generell wächst Geld immer noch nicht auf Bäumen. Da kaufen wir natürlich kein Kobe-Rindfleisch..
3) Es ist derzeit nicht abzuschätzen, wieviele Leute was essen werden, insofern haben tendenziell haltbarere Lebensmittel Vorrang vor leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fleisch. Schließlich sind wir keine Freunde wirkungsloser Aktionen und Geldverschwenderei, wie z.B. ein pompöses Buffet, das wir verkommen lassen müssen, weil niemand zum Essen kommt..

Wer so einen "Schrott" frisst: Ich, und ich, als Fleischesser, fand's sogar "nicht unlecker" bis sehr lecker. Keine Ahnung, ob du überhaupt eine Vorstellung davon hast, wie groß der Anteil veganer Nahrungsmittel unter den "normalen" ist (z.B. Brötchen mit Marmelade, diverse gängige Kuchen-, Pasta-, [...] und Eintopfsorten und -variationen, etc.), falls sich dein Urteil auf das "vegan" bezogen hat.

Interessante These übrigens, dass man automatisch der entsprechenden (geschriebenen) Sprache nicht mächtig sein soll, wenn man u.a. die Rechtschreibung, die ja ohnehin immer wieder verändert wird, nicht beherrscht. Wenn wir das mal konsequent zu Ende denken, ist niemand unserer Sprache mächtig, der schon hier und da Rechtschreib-, Zeichen- oder Grammatikfehler gemacht hat. Klingt doch arg relativierungsbedürftig..

Kommentar von Hängebauchschwein | 19.04.2010 18:18 Uhr

Hat das Wildschwein noch was zu sagen?

Kommentar von A. | 21.04.2010 14:41 Uhr

Ohne in die Diskussion um die Vorzüge veganer Ernährung einzusteigen, möchte ich es nicht versäumen, meine Freude über den Beitrag vom Wildschwein mit den Lesern der Kommentarzeilen zu teilen. Selbstverständlich darf zurecht gefragt werden, ob Beiträge auf Homepages überhaupt Korrektur gelesen werden. Viel erheiternder ist es aber, Beiträge die sich auf fehlerhaftes Deutsch beziehen, Korrektur zu lesen:
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit frage ich, ob es wirklich "Oder wart ihr..." heißt, oder ob auch "Oder ward ihr..." möglich wäre sowie "verschwenden, dass..." statt "verschwenden, das..."
Wie dem auch sei, ich bin erheitert. Danke!

Kommentar von A. | 21.04.2010 16:04 Uhr

Ok, dusselig ist es natürlich, wenn dann die Finger schneller sind als der Kopf... Es kann nämlich nicht "Oder ward ihr..." heißen. Gut, wenn man auch über sich selbst lachen kann, dann nimmt die Erheitung gar kein Ende

Kommentar von Wildschwein | 23.04.2010 10:31 Uhr

Gut, in dem Fall darf ich nämlich auch mal ein "s" vergessen. Und ein Kommentar ist etwas anderes als ein Text, der auf Aktionen aufmerksam machen soll.

Im Übrigen ist ein Essen ohne Fleisch kein Essen, sondern nur ein Imbiss. Wenn jemand veganes Futter anbietet, so hat das nichts damit zu tun, dass man ein Essen für alle anbieten will. Es hat vielmehr damit zu tun, der Mehrheit die Beschränkungen, die sich irgendwelche Minderheiten auferlegen, aufzudrängen. Nicht der Veganer ist es, auf den Rücksicht genommen werden muss, sondern der Veganer hat auf die Mehrheit Rücksicht zu nehmen - und dementsprechend sein Grünfutter selbst zu besorgen. Alles andere ist eine schwachsinnige Form von Toleranz.

Kommentar von Hängebauchschwein | 23.04.2010 13:42 Uhr

Es geht doch nicht darum, dass sich Mehrheiten Minderheiten anpassen müssen, sondern darum, was der kleinste gemeinsame Teiler ist. Und das ist in diesem Fall veganes Essen. Das kann, abgesehen davon, ob man es mag (wobei auch Brot vegan ist...), jede(r) essen!

Dass du nicht weißt, was veganes Essen alles sein kann und wie viel du davon selbst täglich isst, hast du durch dein Eingangsstatement "Wer frisst denn so einen Schrott" bereits gezeigt.

Ach ja, wenn der Bildungsstreik so lächerlich und wirkungslos ist und nur Zeit verschwendet, was machst du dann, auf dieser Website?

Kommentar von Trüffelschwein | 23.04.2010 15:05 Uhr

Auch auf die Gefahr hin, zu stark zu verallgemeinern, dennoch ein Gedanke meinerseits: Ignorant und rücksichtslos zu sein, ist eine der unangenehmsten Eigenschaften, die ein Mensch haben kann. Leider betrifft diese Eigenschaft in der Regel nicht nur den Bereich der Essgewohnheiten, sondern macht auch vor anderen Lebensbereichen nicht Halt. Das ist traurig und passt meines Dafürhaltens nicht mehr in die moderne Gesellschaft. Im Namen der Ignoranz wurde bereits immens viel Leid produziert. Reicht das noch nicht? Wenn es die junge Generation heute nicht schafft, diese, aus Unkenntnis hervorgerufenen, ignoranten Vorurteile abzulegen, sehe ich für eine bessere Zukunft schwarz. Ich schäme mich wirklich, das hier zu lesen.

Mein Anliegen war aber ganz anders gelagert:
Zuspruch und moralische Unterstützung werden in diesen Kommentaren eher selten vergeben. Das vermisse ich etwas. Daher möchte ich es mir nicht nehmen lassen, den aktiven Bildungsstreikenden hiermit beste Grüße und einen größtmöglichen Dank zukommen zu lassen. Sich auf diesen ungleichen und langfristigen Kampf mit dem schwerfällig-unbeweglichen, politischen Gestaltungswillen und den unbelehrbar-gestrigen Mitmenschen einzulassen, ist bewundernswert. Ich wünsche allen, - den SchülerInnen, den Studierenden, den Schul- und HochschullehrerInnen, den Eltern und allen anderen Betroffenen im Bildungssektor - dass sich endlich etwas in unserem Land bewegt. Euch alle bitte ich hiermit um einen langen Atem - selbst wenn die Veränderungen nur so unbefriedigend langsam eintreten. Spätestens die kommenden Generationen werden es euch vielfach danken! Ich verneige mich deutlich vor euch und eurem gemeinnützigen Engagement. Danke!


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